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  • JEVEDA - Dein vedisches Horoskop

Der Pfad der Nacht...

"Nur auf dem Pfad der Nacht.... erreicht man die Morgenröte", so sagte es einst Khalil Gibran. Während meiner ersten Reise in die Wüste Sahara im Rahmen eines mehrwöchigen Schweigeretreats habe ich die wirklich tiefe Erkenntnis dieses Satzes erfahren. Zuvor habe ich ihn lediglich kognitiv verstanden. Khalil Gibran sagte, dass bevor die Sonne aufgeht, die kälteste und dunkelste Stunde der Nacht sei. Und so ist es mir geschehen, als ich des Nachts in der Wüste meine kleine Notdurft verrichten musste. So stand ich unter einem schweren schwarzen Himmel in einer sternenklaren Nacht...der Mond war bereits auf seiner Reise zum anderen Teil der Erde und die Sonne schlief noch tief ohne die Nacht zu brauchen. Die Kälte war unermesslich und durchdrang mich bis in das Innerste meines Selbst. Doch dann, als ich mich wieder auf dem Weg zu meinem kleinen Zelt machte, da spürte ich es... eine kleine Aufregung, eine Entzückung, ein Versprechen...und ich konnte es sehen, ich konnte es hören...das Licht erwachte und durchbrach die Dunkelheit wie das Lächeln eines Kindes. Die Sonne ging auf.

Durch die Nacht zu gehen und das Lächeln der Sonne im Aufgehen zu erfahren hat aus Sicht der vedischen Astrologie viel mit rückläufigen Planeten zu tun. Ab dem 11. Mai wird Saturn rückläufig sein, am 13. Mai wird Venus rückläufig sein und am 14. Mai wird Jupiter rückläufig sein und Pluto ist es seit dem 25. April. Also werden all diese Planeten rückläufig sein. Soviel Rückläufigkeit.





Rückläufige Planeten

Aber was bedeutet diese Rückläufigkeit? Es bedeutet, dass wir wieder einen Schritt zurückgehen werden und dass wir die Dinge neu bewerten müssen. Wenn die Planeten rückläufig sind, dann scheinen sie von unserem Standpunkt auf der Erde aus rückwärts zu gehen am Horizont (obwohl sie sich natürlich weiterhin auf ihrer Bahn um die Sonne bewegen) und das hat einen großen psychologischen Einfluss auf uns. Wir wissen also, dass wir alles, worum es bei diesen Planeten geht, neu bewerten müssen. Wofür kann das gut sein? Es gibt uns die Möglichkeit, zurückzuschauen und ernsthaft darüber denken, ob wir jetzt vorwärts gehen können und dann denken wir besser noch einmal nach oder gar zweimal, denn vielleicht sind noch nicht alle Fragen geklärt, um den nächsten Schritt zu gehen. Rückläufige Planeten erlauben den Fortschritt noch nicht, sondern verzögern ihn und dies aus dem wichtigen Grund, dass alles, was wir für den nächsten Schritt verlassen, geklärt und in Frieden abgeschlossen sein muss, damit wir auch die richtig Schritte, in dem richtigen Mass zur richtigen Zeit auf dem richtigen Weg vorwärts zu gehen. In dieser Zeit erfolgt also eine Neubewertung von allem. allem, worum es bei diesen Planeten im Grunde geht. Alle Planeten sind rückläufig im Zeichen des Steinbocks, so dass vor allen Dingen die Regierung, die Wirtschaft und die Bereich der Arbeit davon betroffen sind, denn Steinbock ist das erdende Zeichen des Saturns. All dies wird neu bewertet, all dies muss auf eine andere Art und Weise in einem anderen Licht betrachtet werden, denn wir müssen das ändern, was wir uns lange nicht getraut haben zu ändern auf der Regierungsebene, im Arbeitsmarkt. Und die aktuelle Situation hat uns genau dort hin katapultiert: wir mussten von jetzt auf gleich alle online gehen, alles digital machen. Alle Klima-Aktivisten haben dies nicht hervorbringen können. Das ist es, was hier gesagt wird. Wenn also ein Planet rückläufig wird, dann intensiviert er das Thema noch einmal, das Thema, dass wir zuvor unansehnlich vor uns her geschoben haben und nicht bearbeiten wollten. Nun mussten wir. Warum ist das so? Wenn der Planet rückläufig wird, dann bleibt er zunächst am Himmel stehen, das nennen wir Stationierung. Ein Planet ist stationär, wenn er sich vorwärts bewegt und dann plötzlich stehen bleibt und seine Richtung ändert und anfängt, rückwärts zu gehen. Der Punkt, an dem er anhält und stationär wird, ist der intensivste Tag. Wir sehen also den 11., 13. und 14. Mai als Tage an, an denen uns etwas aus dem Nichts „ins Gesicht springen“ könnte, so dass wir die Dinge ganz anders bewerten müssen oder weil wir etwas noch nicht bedacht haben und der nächste Schritt sonst ein wackeliger Schritt werden könnte. Und dann wird der Planet rückläufig. Es ist eine Zeit des Rückblicks, des Nachdenkens, des Neuanalysierens, des Neubewertens, des alles neu -irgendwas...jedoch noch einmal alles betrachten, so dass wir in dieser Zeit nicht vorwärts gehen können, weil wir die Dinge aus der Vergangenheit zunächst verstehen müssen.


Sensible Grade der Manifestation

Was besonders faszinierend ist, ist, dass Jupiter und Saturn rückläufig sind und deren Rückläufigkeit fast zeitgleich endet, nämlich dann wenn Rahu und Ketu die Zeichen wechseln. Raten Sie mal, wann sie direkt gehen? Im September! September ist der Monat, in dem ich bereits schon in anderen Blogs und Podcast gesagt habe, dass alles wieder zusammenkommen wird, weil Ketu sein Sternenbild und das Sternzeichen ändert und aus dem Schützen in den Skorpion wandern wird. Es wird also Folgendes passieren:

Saturn wird am 29. September wieder direktläufig werden. Und diese Grade sind übrigens wirklich wichtig, d.h. wo die Planeten stationär sind. Wenn Sie irgendwelche Planeten in diesen sensiblen Graden haben, wird das Ihr Leben auf tiefgreifende Weise beeinflussen. Übrigens, Saturn, wenn er sich dreht und am 11. Mai rückläufig sein wird, wird er bei 7° Steinbock stationär sein und am 29. September bei 1° Steinbock wieder direktläufig werden. Wenn Sie Planeten auf diesen Graden haben, ist dies sehr wichtig für Sie zu wissen. Sie werden den Druck des Saturns spüren, der sehr schwer und mit einem hohen Maß an Verantwortung verbunden sein kann, denn das ist es, was Saturn ausmacht. Jupiter wird sich also am 14. Mai bei 3° Steinbock rückläufig drehen und am 13. September bei etwa 23° Schütze direkt drehen. Wenn Sie nun Planeten in diesen Graden haben, haben Sie Glück, denn die Stationierung des Jupiters auf Planeten in Ihrem Geburtshoroskop bietet mehr Möglichkeiten. Das sind alles Dinge, über die man sich freuen kann, und die Tatsache, dass Jupiter und Saturn zusammen unterwegs sind, schafft Möglichkeiten. Saturn ist der Fokus unserer Verantwortung und Jupiter ist die Gelegenheit, und zusammen bilden sie einen Raum der Manifestation. Es werden also gute Dinge herauskommen aus all den Verwerfungen der letzten Wochen. Dieser Zyklus ist etwas, von dem ich glaube, dass sich die Dinge zum Besseren wenden werden. Aber ich möchte auch noch auf die Rückläufigkeit der Venus eingehen, da die Venus am 13. rückläufig sein wird und zwar bei 27° im Stier und wird dann bis zum 25. Juni bei 11° im Stier wieder direktläufig, und was bedeutet das?

Das ist wirklich mächtig für die Beziehungen zwischen Finanzen und Geld. Venus regiert Geld und Beziehungen, denn Venus steht für das 2. Sternzeichen im Zodiakus, das sie regiert, nämlich dem Stier. Die Venus ist also in diesem Zeichen so stark, so dass sie einige große finanzielle Verwerfungen auf den Geldmärkten, aber auch bei Liebe und Beziehungen und Harmonie bewirken wird. Was ich an der Stellung der Venus in Stier sehr interessant finde, ist, dass sie ein Trigon mit den Planeten in Steinbock bewirkt, allesamt Erdzeichen. Erdzeichen bringen die Ideen auf die Erde, in die Umsetzung. Und im Zeichen Steinbock eben in jenem Themenbereich der Finanzen, Arbeit, Karriere. Dies wird neue Arbeitsplätze, neue Möglichkeiten schaffen.

Entwicklung wider Willen

Der Soziologe Karl Otto Hondrich hat vor vielen Jahren gesagt (er ist inzwischen

verstorben), dass Gesellschaften eigentlich nur wider Willen lernen, d.h. durch

Ereignisse mit denen sie konfrontiert sind. Im Normalfall lernen Gesellschaften nicht, da modifizieren sie vielleicht etwas in einem kleinen Teilbereich, aber Gesellschaften haben eigentlich eine große Trägheit, wenn sie gut funktionieren. Dann sind sie darauf bedacht, dass sie weiterhin gut funktionieren und das ist natürlich, wie wir wissen, für viele wünschenswerte Transformationsprozesse sehr

hinderlich wie z.B. Reaktionen und Anpassung an den Klimawandel, ein verändertes Verhalten, was Ressourcen angeht und so weiter. Es ist unglaublich träge, da gibt es unendlich viele Blockierungen, aber in solchen Krisensituationen sind plötzlich Dinge sehr sehr schnell möglich die unter Normalbedingungen überhaupt nicht möglich gewesen wären (wie z.B. der Flugverkehr), wobei das jetzt noch nicht heißt, denn sagt es nichts darüber aus, ob das Ergebnis am Ende positiv oder negativ sein wird.

Vor diesem Hintergrund sollte man sich mit der Negentropie beschäftigen. Kennen Sie die Negentropie? "[...] Negentropie... das ist die Art von Prozessen, die wir in der Natur immer wieder beobachten können: das Wachsen, Sich-Verbessern. Ich glaube, wir sollten am besten zu Dienern der Negentropie werden und wachsen und uns stetig verbessern: als Individuum und als Gesellschaft. Mir ist in diesem Zusammenhang Heinz von Foersters ethischer Imperativ sehr wichtig. Er lautet: »Handle stets so, dass weitere Möglichkeiten entstehen


In diesem Sinne, freue ich mich auf die Rückschau, um zu wissen, was war, um dann voller Mut und Tatendrang in eine neue Etappe zu gehen.


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