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Mrigashira - der Neuanfang

Ich möchte euch heute weiter über die karmische Achse und das Kala-Sarpa Yoga informieren, also über die Schlange der Zeit oder der Schlange der Dunkelheit und dies im Zusammenhang mit weiteren Vorgängen, die am Himmel gerade geschehen. Und es passieren gerade wirklich tiefgreifende Dinge im Sternenkreis.




Zum Beispiel, dass Pluto am 25.04. stationär geworden ist und am Himmel festgehangen zu sein scheint und bald wieder rückläufig wird. Pluto kann die große Aufgabe sein, auf die wir uns konzentrieren müssen, doch was wirklich zu betrachten ist, weil es greifbarer und unmittelbarer ist, sind die Mondknoten am Himmel, Rahu und Ketu, die die karibische Achse der Schlange der Zeit oder die Schlange der Dunkelheit am Horizont bilden. Im letzten Blog habe ich viel dazu geschrieben. Die Achse der Mondknoten lässt uns unsere Aufgaben auf der Ebene des „Kleinen Bildes“ (im Gegensatz zum „big picture“) sehen, Es ist für das Individuum auch viel leichter, dass zu sehen, was kurz vor ihm liegt und durch Rahu und Ketu präsentiert wird, als die großen Aufgaben, die sich auf Jahrzehnte der Veränderung ausdehnen und durch Pluto repräsentiert werden. Unser Geist liebt es, sich auf das zu fokussieren, was jetzt passiert und wie wir diese Dinge bestmöglich für uns nutzen können. Doch bevor ich auf das eingehe, was aktuell passiert, auf diesen kleinen Shift der innerhalb dieser Schlange der Zeit aufgetreten ist, der uns einen wahren Segen schenkt und schon einiges an Schwerem von unseren Herzen nimmt, einiges von diesem Wahnsinn nimmt, der gerade in der Welt herrscht, möchte ich noch einmal auf die Mondknoten im Einzelnen eingehen. Rahu ist der nördliche Mondknoten und Ketu ist der südliche Mondknoten. Die Mondknoten sind die gravitiationsbedingten Punkte, die den Mond in seiner Umlaufbahn verdunkeln. Und sie werden als Planeten angesehen, diese zwei Gravitationspunkte, obwohl sie keine physisch fassbaren Planeten sind, weil sie Gravitation erzeugen. Die Definition im Jyotisha für einen Planeten ist der Begriff „Graha“. Vom Sanksritbegriff „graha“ entspringt das englische Wort „to grasp“, also zu greifen oder zu „ergreifen“. Von Graha entspringt auch das Wort „Gravitation“, denn die Gravitation greift uns und ergreift uns und zieht uns in das physische Dasein. Daher werden die Mondknoten als Planeten gesehen, da sie einen Gravitationsbedingten Einfluss auf uns haben, aber, und das ist wirklich sehr wichtig zu wissen, wenn wir uns über die Auswirkungen der Mondknoten unterhalten, wir sollten wissen, wie sie uns beeinflussen. Sie haben keine echte Substanz, sie sind unsichtbare Planeten. Im Sanskrit gibt es dafür eine Wort, das „shaya“ heisst und Schatten bedeutet. Sie sind nicht sichtbar wie Jupiter oder Saturn, Venus oder Mars. Sie sind also Schatten und insofern sind sie trügerisch und illusorisch. Sie präsentieren unsere Illusionen.

Die Funktionen von Rahu und Ketu

Warum sind sie dann so wichtig, wenn sie doch garnicht wirklich physisch existieren. Den besten Weg zu erklären, wie die Mondknoten wirken und agieren, ist durch die Darstellung mit einer Analogie zu Windhunden. In einem Windhundrudel ist es nicht natürlich für einen Preis zu jagen, oder um auf dem Siegertreppchen zu stehen. Dies ist mehr ein menschliches Verlangen. Aber um diese Windhunde dazu zu bringen, an einem Rennen teilzunehmen und dieses Rennen zu gewinnen, muss der Trainer sie locken und in den Prozess einführen. Und dafür bringt er einen falschen Hasen auf einen Stock, unter der Annahme, dass der Hund nicht weiss, dass der Hase nicht echt ist. Und wenn die Hunde dann diesem Hasen hinterher jagen, passieren soviel andere Dinge. Einer fällt hin, ein anderer beisst in das Bein des Vorderhundes und hat dadurch einen Vorteil. Einer wird definitiv gewinnen und einer wird definitiv verlieren. Der Punkt ist, wenn sie dann am Ende des Rennens zurück in die Hundehütte kommen, fragt kein Hund den andern: „Und was ist jetzt mit dem Hasen?“ Nicht wahr? Also, Rahu und Ketu wirken in der Art und Weise, dass sie uns hinter etwas hinterher rennen lassen und uns dabei denken lassen, wir würden etwas ganz bestimmtes bekommen. Wie z.B. ich bekomme etwas durch diese Freundschaft., also, wenn ich verheiratet bin, dann werde ich anders sein, ein anderer Mensch sein. Oder wenn ich glaube, dass wenn ich diesen Traumberuf bekomme, auf den ich schon das ganze Leben gewartet habe, dann wird es mich sehr glücklich machen. Oder wenn ich nur umziehen könnte und einen anderen schönen Ort fände, an dem ich leben könnte, dann werde ich glücklich sein. Das ist die Wirkung von Rahu. Er ist der Kojote in manchen Traditionen. Er ist Trickser, In der Popkultur finden Rahu und Ketu ihr Pendant im Disneycartoon Roadrunner und Koyote. Karl der Hopiindianer. Aber in dem Cartoon versucht der Koyote Karl den Roadrunner immer in eine Falle zu locken. Und dann legt er einen Teppich über die Falle oder tarnt sie anders, indem er eine Strasse auf eine Felswand malt oder eine großes Loch gräbt und ganz viele andere Fallen aufstellt. In der ganzen Serie erstellt er eine Millionen von Fallen, in die der Roadrunner fallen soll. Doch die Geschichte von Roadrunner und Koyote Karl beruht auf dem Verständnis der trickreichen Energie der Mondknoten. Und der Trick hierbei ist, dass man denkt, man würde was erreichen oder erhalten. Du denkst einfach, dass du durch die Heirat etwas erhälst und alles, was du bekommst, ist ein Rezept für deine Scheidung. Du bekommst den Job und der Chef ist als sei er der Hölle entstiegen. Du kaufst das Haus und musst dann feststellen, dass es voller Nagetiere ist. Und die ganze Idee dahinter ist, wenn du all das im Vorhinein gewusst hättest, würdest du niemals hinter solchen Dingen hinterher laufen. Es ist so als würde uns der Schöpfer eine Amnesie geben, diese erlösende Form des Vergessens durch Rahu. Dieses Vergessen darüber, was wirklich ist, was wahr ist und führt uns daher dazu, für unser Karma in Erscheinung zu treten. Dieses ganze Wollen, diese Illusionen sind dein unechter Hase, dem du nachjagst, und wenn es diesen falschen Hasen in Form einer glücklichen Ehe, eines erwünschten Jobs, eines tollen Hauses nicht gäbe, dann würdest du garnicht erst am Rennen teilnehmen. Und wenn du nicht am Rennen teilnehmen würdest, dann könntest du nicht dein Karma abarbeiten und deine Lektionen lernen und somit nicht wachsen an den Dingen. Rahu dient daher einem sehr wertvollen Zweck in diesem Projekt des menschlichen Lebens und dies ist zu innerlich zu wachsen und zu reifen. Und zwar zu wachsen über die eigenen Grenzen hinaus, über unsere Ignoranz, unsere tierischen Wünsche. Also das ist Rahu. Ketu, der südliche Mondknoten, ist der weise Windhund, der weiss, dass dieser falscher Hase ein falscher Hase ist und das dieser Hase niemals echt war. Und er würde niemals an diesem lächerlichen Rennen teilnehmen, denn er weiss, dass diese Dinge nicht echt sind. Deswegen ist es gerade besonders schwer für jene, die Ketu im 1. Haus haben, denn diese können kaum in die Entscheidung für oder gegen etwas gehen, da sie eine inerte Weisheit tragen. Sie wissen von klein an, dass nichts in dieser Welt echt ist, wahr ist. Sie wissen, dass nichts für immer ist.

Die karmische Klemme

Also, womit wir es aktuell am Himmel zu tun haben, hat eine kollektive Bedeutung vor dem Hintergrund der Schlange der Zeit, betrachtet aus den Begriffen von Rahu und Ketu. Denn Rahu und Ketu zeigen den Effekt unseres hinterher jagens, also wonach die Welt als Gesamtheit hinterher jagt, im Glauben, dass es sie glücklich machen könnte. Aber was sind all die Dinge, hinter denen wir hinterherlaufen, die uns glücklich machen könnten: Geld, Reisen, Wunscherfüllung wie Luxusessen in Sternerestaurants. Und all diese Dinge haben uns in diese Krise gebracht, alle unsere Exzesse, all unsere Gier, alles wonach wir jagen, dass uns denken lässt, es würde uns glücklich machen und mit einem Mal sind wir auf die andere Seite gebracht worden. Mit einem Mal sind wir auf der anderen Seite und werden auf den südlichen Mondknoten zurückgeworfen, zum weisen Windhund.

Vielleicht hattet ihr ja in eurer besonderen Form der „Gefangenschaft“ Zeit zu reflektieren. Vielleicht habt ihr euch gefragt, ist es alles das wert. Ist es das wert, im Stau zu stehen. Ist es das wert, alles in deinem Leben zu opfern für deine Rente, die dann vielleicht doch nicht kommt. Was ist all das wert? Und das ist es, worum es in diesem Moment der Zeit geht. Ketu ist der Planet, der südliche Mondknoten und ist der Indikator für die Befreiung. Dies ist die Zeit, befreit zu werden von all dem Nachjagen hinter den Dingen, von denen wir glauben, dass wir sie bräuchten, um glücklich zu sein. Und am Ende machen sie uns nicht glücklich, denn sie können uns alle weggenommen werden nach all dem Streben und dann bleibt nur noch die Frage: was lernen wir daraus? Sie sind nicht permanent, sie bleiben nicht. Aber was bleibt? Was wir gerade auf der kollektiven Ebene erfahren, ist die Entwicklung innerhalb der karmischen Achse: was ist der falsche Hase, dem wir nachjagen und was befreit uns davon und bringt uns in die Freiheit zurück Wonach sehnen wir uns und wogegen haben wir eine Abneigung haben, was bindet uns und was befreit uns. Das sind die Knoten des Mondes. Betrachten wir die gegenwärtige Wirklichkeit, hat der Planet Rahu sich innerhalb der Achse leicht verändert, denn er ist in ein anderes Nakshatra gegangen, in eine andere Sternenkonstellation. Rahu befand sich lange im Nakshatra Ardra. Ardra ist der Bereich des Sturmes, Ardra ist das Reich von Rudra, Shiva, dem Sturmgott.

Rahu in Mrigashira - Die Göttin Parvati als Mutter von Ganesha

Seitdem 22.04.2020 ist Rahu in die Konstellation Mrigashira gewandert. Mrigashira bedeutet,“diejenige, die den Kopf eines Hirschen trägt“. Was soll das bedeuten? Diese Konstellation hat eine ganz andere Energie als Ardra, der Raum des heulenden Sturmes. Mrigashira ist der Bereich des Suchers, denn was tut ein Hirsch? Man kann den Hirschen nicht domestizieren und ihn einsperren, Der Hirsch muss frei sein und in Freiheit laufen können. Der Hirsch würde also immer über den Zaun springen und würde auf die Suche gehen nach zarten jungen Trieben. Deshalb jagen Jäger gerne Hirsche, denn ihr Fleisch trägt den Geschmack dieser Freiheit und der Diät des Hirsches, die wiederum auf seinem Suchen nach diesen jungen Trieben beruht. Somit hat Rahu nun den Raum des Suchenden betreten und dies ist auch die Domäne der Göttin Parvati. Und so möchte ich euch den Mythos der Göttin Parvati erzählen. Und es hat mit Parvatis Wunsch nach einem Kind zu tun. Manche mögen die Geschichte kennen, doch für jene, die sie nicht kennen, erzähle ich sie nun gerne. Parvati war die Frau von Shiva, dem großen Yogi. Sie war so angezogen von diesem Mönch, die ja eigentlich nicht heiraten und eine Familie gründen dürfen. Und sie verfiel der Liebe zu diesem Yogi Shiva, diesem Mönch, der keine Kinder haben dufte, denn er wollte lieber meditieren in einer Hölle. Parvati hat also nun sich allein an die Arbeit gemacht, sich ein Kind zu kreieren. Und die Art, wie se dies tat, ist auch heute noch eine ayurvedische Praxis. Bevor eine Frau ein Bad nimmt, gibt sie eine Kräuterpaste auf ihre Haut als Teil einer Schönheitsbehandlung. Und bevor sie ihr Bad nahm, rubbelte sie all die Paste von ihrer Haut und sie formte die Paste in den Körper eines Jungen. Und da sie die Mutter des Universums ist, konnte sie diesem Junge das Leben einhauchen. Und er wurde ihr Sohn. Und als sie sich ins Bad begab, da bat sie ihren Sohn, vor der Zimmertür zu wachen, so dass niemand eintreten könne und sie ganz privat ihr Bad nehmen könnte. Also setzt sie den kleinen Buben vor die Tür und badet weiter. Und dann kommt Shiva, der seine Frau sehen will. Und so kommt er ins Haus und sieht diesen kleinen Buben an der Badezimmertür.. Und der Junge an der Tür sagt: Stopp, du darfst hier nicht rein. Und Shiva fühlte sich beleidigt, denn er wollte in den Raum, um seine Frau zu sehen. Und aus der Wut heraus, trennt er den Kopf des armen Jungen ab, unwissend, dass es sein Sohn war. Und in diesem Moment wird Parvati die Aufruhr klar und sieht den geköpften Körper ihres Sohnes und schreit herum: „Was hast du getan? Das war unser Kind, das war unser Sohn.“ Und Shiva schickt seine Freunde los mit dem Auftrag, bringt mit den Kopf eines Tieres, das ihr im Dschungel seht. Und als erstes sahen sie einen weissen Elefanten. Und Shiva setzte den Kopf auf den geköpften Körper und es entstand Ganesha, der Entferner aller Schwierigkeiten, der Gott der Schwellen, der Gott der Anfänge. Und zufälligerweise ist er auch ein Symbol des Planeten Ketu, denn Ketu wurde auch geköpft und ist daher die kopflose Schlange. Und der Kopf trägt deine Gedanken, trägt Wissen, ist Sitz des Intellekts. Ganesha ist abseits jeder Logik und so bringt er dich durch Schwierigkeiten, in dem er dir hilft außerhalb der Box, außerhalb deiner Gedankenmuster, zu denken.


Innovatives Unternehmertum

Und die Kraft dieser Sternenkonstellation ist der Neuanfang und somit auch jeder Beginn eines neuen Geschäftes, eines neuen Unternehmens und dient dazu, etwas Neues zu erschaffen. Es ist eine gute Zeit, um neue Technologien zu erschaffen, neue Unternehmen, neue Wege des Zusammenlebens, und es ist eine gute Zeit für Unternehmertum. Mrigashira bedeutet auch, der Erste zu sein und ein neues Business, eine neue Idee anzufangen. Und was tun Unternehmer? Sie bringen den Menschen Lösungen von Problemen und Produkte, die sie bis dahin nicht kannten. Durch die Entdeckung wird jedoch klar, dass sie es brauchen. Das tun Unternehmer. Sie treffen die Bedürfnisse von Menschen. Und da gibt es sehr viele Bedürfnisse in dieser Pandemie. Nehmen Sie eine, finden Sie eine, bauen Sie Ihr Geschäft damit auf. Und dann kommt das Wunderbare des Unternehmertums: man kann seinen Job niemals verlieren. Man kann Geld verlieren oder sein Firmengelände, doch niemals seinen Job. Man kann niemals arbeitslos sein. Das ist das Beste daran. Und die Kraft der Innovation, des Neuen, Mrigashira.

Und deshalb kann man nur raten, wenn es hart auf hart kommt, werden Sie Unternehmer. Dies ist vor allen Dingen eine Nachricht an all jene, die gerade voller Sorge sind, weil sie ihren Job verloren haben, finanzielle Instabilität erleben oder einfach alles nicht mehr weiterzugehen scheint und Einkünfte fehlen. Es gibt ein ganz wunderbares Buch, das in der letzten grossen Depression geschrieben wurde und genau das richtige Buch für eben diese Zeiten ist. Es ist geschrieben von Napoleon Hill während der letzten großen Depression im Jahre 1929. Es heisst: Denke nach und werde reich. Und Sie sollten es lesen. Er betrachtete die Geschichten und Entwicklungen von Unternehmer in einer Zeit, in der Menschen in langen Brotschlangen darauf warteten, etwas zu essen zu bekommen. Und auch wenn es in unserem Land hervorragend ist, sieht es in anderen Ländern nicht so gut aus und da ist die Idee der Brotschlange nicht mehr weit weg, denn Nahrung wird in anderen Ländern knapp werden. Und während dieser Zeit gäbe es Menschen, die unternehmerisch dachten, eine Idee entwickelten, Menschen in die Arbeit und weg von den Brotschlangen brachten. Und sie brachten einen neuen Lifestyle: Henry Ford, Rockefeller, Carnegy - sie alle wurden Großunternehmer. Napoleon Hill studierte ihre Gewohnheiten, ihre Charakteristika und ihre Denk- und Lebensweise und kondensierte all sein Wissen in dem Buch: Denke nach und werde reich, dass die psychologischen Mindsets dieser großen Unternehmer betrachtete. Das erste Kapitel in diesem Buch eröffnet mit dem Axiom: Gedanken sind Dinge, d.h. all diese großen Unternehmer wussten, Gedanken sind Dinge, was bedeutet, dass eine Idee eine physische und materielle Ebene besitzt ebenso wie Objekte. Eine Idee hat eine echte Präsenz in der Welt, vor allen Dingen, wenn du das 2., Kapitel des Buches mit in Betracht ziehst. Dieses Kapitel beschreibt das 2.Charakteristikum, dass alle Großunternehmer in ihrer Denkweise gemeinsam aufweisen und das ist, dass diese Idee mit einer physischen Ebene einen echten Wert für dich haben muss, dass du dafür im Innern leuchtest und brennst.


Von den wichtigen Dingen

Und das Schöne an der Pandemie, wenn man dies überhaupt in diesen Worten so ausdrücken darf, doch es ist nur positiv gemeint ohne jemanden in seinem Schmerz nicht anzuerkennen. Das Schöne an der Pandemie ist, es bringt dich dorthin, an den Punkt, an dem du dir klar wirst: Was bedeutet dir im Leben am meisten? Was hat den größten Wert für dich? Denn es ist so, dass jeder rein zufällig daran erkranken und daran sterben kann. Was also bleibt dann? Wir sehen gerade, dass uns über Nacht die Möglichkeit genommen wurde, in die Stadt zu gehen und ein Eis mit Freunden zu essen. Ich schreibe dies nicht, weil ich mit den Maßnahmen zum Wohle aller nicht einverstanden wäre. Nein. Ich schreibe dies, weil es zeigt, wie das Schicksal jeden von uns treffen kann und was wir dann aufgeben müssen. Und dies gibt uns eine echte Möglichkeit, unsere Werte zu prüfen oder für den ein oder die andere überhaupt einmal zu reflektieren, weil sonst in dem Hasenrennen keine Zeit dafür bleibt. Ich habe vor Jahren meinen ersten Hospizhelferlehrgang gemacht und erinnere mich daran, wie wir 5 Karten bekamen, die wir beschriften mussten: 1.) mit dem Namen des Menschen, der uns am meisten bedeutet; 2.) mit dem Namen des Menschen, mit dem wir noch dringend etwas zu klären haben; 3.) mit dem wichtigsten Ziel in unserem Leben, 4.) dem wichtigsten Gegenstand und 5.) der uns wichtigsten Eigenschaft. Und dann fragte die Kursleitung in die Runde: „Und nun schauen Sie bitte, welche Karte sie freiwillig abgeben würden.“ Ich schaute auf meine Karten und dachte kurz nach. Und mir wurde klar, dass ich all diese Karten eines Tages ohnehin verlieren würde, ja musste, da es Teil des Lebens ist. Und so legte ich alle Karten in die Mitte des Raumes. Und die Frau sagte zu mir: „Das hat hier noch nie jemand gemacht.“ Und da wurde ich unsicher und ich wurde still. Ich war für einen Moment oder auch zwei innerlich sehr leer, aber auch leicht und erfüllt von der Zuversicht, dass es gut war. Dann entstand ein angenehmes Gefühl und es war ein echte, tiefer Frieden. Den anderen Teilnehmern wurde dann nach und nach immer eine Karte weggenommen, wenn die Kursleitung „Schicksal“ spielte. Manche hat dies unglaublich mitgenommen. Und dabei ging es nur um den Platzhalter, also die Karte. Und da wurde mir klar, was wirklich wichtig ist. Und genau dies tut die Pandemie mit uns. Von einem zum andern Augenblick, ist sie unser Schicksal und nimmt uns etwas weg, reisst etwas fort und lässt uns zurück mit etwas, das wir im Yoga -icca nennen und in I-shvara Prandihana enthalten ist, das landläufig mit Gott übersetzt wird, jedoch nicht auch nur im geringsten die wahre Frucht und Bedeutung des Wortes trifft. Diese „I“ am Anfang von Ishvara Prandihana ist dieses -icca. Es ist der in deinem innersten Wesenskern brennende Wunsch. Es ist das, was dich auf deinem Sterbebett nicht bedauern lässt, im besten Falle nichts bedauern lässt, weil du genau aus diesem tiefen Grund und Wunsch, aus diesem icca heraus gedacht, gesprochen, gewirkt, gelebt hast. Es beutet, welches Risiko du nicht bedauerst auf dich genommen zu haben, um -icca zu erfüllen. Das ist das, was ein Unternehmer tut - er folgt diesem tiefen inneren Drang und Wunsch. Es ist genau das, worüber alle sagen: Ach, du bist doch verrückt. Davon wirst du niemals leben können, wirst du niemals mit glücklich werden. Und genau das ist -icca. Es macht dich taub für diese Aussprüche. Du kannst diese nicht hören, weil du deinen Wunsch, deinem Ruf folgen musst. So wie Parvati. Ihr wurde gesagt, dass sie kein Kind haben könne mit Shiva. Alle haben es ihr gesagt, Shiva selbst hat es ihr gesagt. Doch sie wollte es haben. Und das ist gerade unser Blatt - die Nichtmöglichkeit dieses brennenden Wunsches, dass er nicht umgesetzt werden könnte. Natürlich neigen wir Menschen dazu, gerade wenn unsere Lebensumstände es uns schwer machen, eher daran festzuhalten und das, was immer bislang funktionierte, am Leben zu halten und zu schützen. Doch das ist Klammern. Das ist nicht innovativ. Das, was Unternehmen innovativ macht, ist, wenn dein in dir lodernder, größter Unternehmerwunsch das wichtigste und stärkste Bedürfnis deiner Kunden trifft. Das ist das Mrigashira, das ist die Energie derjenigen, die den Hirschkopf trägt und neugierig sucht und erforscht. Es führt dich und es möchte dich irgendwo hinführen - auch die Menschheit in ihrer Gesamtheit. Und natürlich sind da viele, die sich nichts sehnlicher wünschen, als das Lockdown endlich vorbei sei und man endlich zum normalen Leben zurückkehren könnte. Doch dann gehe ich nach draußen, das Wetter ist wunderbar. Kein Flugzeug am Himmel, das dieses Naturschauspiel stören könnte. Familien, die zusammen den Gartenzaun streichen (das habe ich das letzte Mal in den 80er Jahren gesehen). Es ist einfach wunderbar. Die Luft ist toll, man kann atmen, die Lautstärke ist weniger, weil nicht alle mit ihren Autos fahren. Man hört die Vögel und sieht sogar seltene Vogelarten wieder auftauchen, die das Leben der Welt nicht mehr verschreckt. Schmetterlinge fliegen. Und es ist so angenehm, so wohlwollend. So denke ich bei mir, wie kann man das alte Leben zurückwollen, wenn man das alles haben kann? Wer will denn dieses alte Leben zurück? Wer will den zurück in die alten durchgelaufenen Schlappen?

Venus - der Neuanfang

Es ist also Zeit für etwas Neues. Und die Menschen, die am besten aus dieser Pandemie gehen werden, sind jene mit den gleichen Denkmustern wie jene, die die große Depression durchstanden haben und nach ihr aufblühten. Und es waren eben jene, die es nicht mehr nur als Möglichkeit sahen, sondern als die einzige alternativlose Möglichkeit sahen, dass zu tun, was in ihnen und nach ihnen rief- ungeahnt der Schwierigkeiten, die andere heraufbeschwören würden. Und das ist es was, ich mit euch teilen wollte. Diesen Shift in der karmischen Schlange der Zeit, in welcher Rahu, als Repräsentant der Zukunft, nun in das Nakshatra Mrigrashira gegangen ist - in den Neuanfang. Und all dies wird unterstützt durch die Position von Venus. Venus unterstützt diese Aufbruchsstimmung, denn sie ist in einer sehr wunderbaren Position, doch dafür ist es wichtig zu verstehen, wofür Venus in der indischen Astrologie steht. Venus ist der Planet der nach Ketu kommt (in der Dashareihe) Ketu zeigt dir, was du los lassen darfst und bringt dich zurück zu deinem spirituellen Kern. Er zeigt dir, ob du acht gegeben hast auf das, was in dir ist oder ob du dich im Außen verloren hast. Venus ist vergleichbar mit einer Auferstehung. Es ist die Auferstehung des Ganesha, des Gottes mit dem aufgesetzten Kopf, der alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumt. Die Hoffnung des Lichts. Sie wird in der vedischen Astrologie als eine Dämonin (als Asura) angesehen, doch das bedeutet nicht, dass sie dämonisch im Sinne von furchteinflössend, hinterlistig und teuflisch sei. Nein, es besagt nur, dass sie kein Gott ist. Sie ist die Lehrerin der Asura. Diese Einteilung in Gott und Halbgötter (Asuras) steht a priori für die Einteilung der Welt in zwei Gegensätze, steht also für den Dualismus. Und diese Asuras beenden Dinge und das ist etwas, was wir nicht mögen, denn es ist nicht schön, es fühlt sich nicht gut an. Und das tun diese Asuras, diese Dämonen. Sie schneiden und trennen uns von Dingen und das ist es, was wir nicht mögen. Venus ist die große Lehrerin der Dämonen. Denn dann, wenn alles am Ende ist und alles am Boden scheint, dann erhebt sie sich. Sie ist wie der Phoenix, der aus der Asche stieg. Und genau so bewegt sie sich auch am Himmel. Sie ist aufsteigend. Sie ist der Aufstieg, der Morgenstern. Venus ist die Katharsis. Und Venus ist gerade in eine wunderbaren Position und zwar in einem Zeichen, über das sie herrscht. Sie ist im Zeichen Stier. Und das Thema des Stieres ist, den Himmel auf die Erde zu bringen. Die Venus möchte nun also den Himmel zur Erde bringen. Und Venus steht in der Sternenkonstellation, die Rohini genannt wird. Rohini bedeutet, die Rosa-farbene. Es bedeutet, Dinge durch die rosarote Brille zu sehen. Mit Optimismus zu sehen. Diese Sternenkonstellation hat mit Kreativität zu tun und es ist eine Sternenkonstellation, die wir mit Michel Angelo verbinden würden und seinen Malereien in der Sixtinischen Kapelle. Hier wird der schöpferische Akt geboren, die himmlischen Werte in die irdische Welt zu bringen und zwar durch die Kunst. Es bedeutet daher kreativ zu sein, außerhalb des normalen Denkmusters neue Lösungen und Wege zu finden, mit einer neuen kreativen Idee aufzuwarten. Und was nicht vergessen werden darf: Rohini stellt den Prozess dar, diese Ideen, diese Kunst, dieses Kreative auf den Markt zu bringen. Kunst und Kreativität unternehmerisch auf die Erde zu bringen mit den himmlischen Werten im Einklang. Das ist das Versprechen des Planeten Venus in Rohini. Und das sind beides sehr wichtige Veränderungen, die sich dort am Himmel zeigen. Der Wechsel von Rahu in Mrigashira und Venus in Rohini schenkt uns große Hoffnung auf Besserung der Lage, denn sie schenken uns eine neue Sicht, ja vielleicht sogar Einsicht in die Dinge und was sich aus dieser schwierigen Situation für die ganze Welt wert-volles gestalten lässt. Der Rat, mit dem ich euch daher nun verlassen möchte, ist, dass ihr die Zeit wirklich nutzt, um in eurem Herzen zu ergründen, wofür euer Herz wirklich tief im Innern schlägt und sagt: dies ist keine Möglichkeit mehr, dies ist ein Muss. Dies ist der Ruf meines Herzens. Es ist das, von dem du immer dachtest, dass du es nicht könntest. Vielleicht, weil du dachtest, es würde dir kein Geld bringen, oder du dachtest, es wäre nicht wertvoll genug oder du dachtest, andere würden sich lustig darüber machen. Was auch immer deine gedankliche oder emotionale Begrenzung war, es ist nun keine Möglichkeit mehr, es ist die einzige Möglichkeit! Und vergesst nicht: Gedanken sind Dinge. Und so wünsche ich euch allen viel Offenheit für die Wahrnehmung eures Wunsches, eures Iccas, eures Rufs. Hört genau hin…und vielleicht auch in den Podacst dieses Blogs.

Bliebt gesund.


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